zahnärztliche Versorgungslücke in Berlin geschlossen

Ein neues Zentrum bietet seit Juli 2013 die zahnärztliche Behandlung schwer mehrfachbehinderter Menschen. Bei ihnen ist eine Zahnbehandlung meist nur unter Vollnarkose möglich. Zahnarztpraxen lehnen deren Behandlung häufig ab.

Röntgenaufnahme von Zähnen (C) soulsoap @flickr via @photopin

Röntgenaufnahme von Zähnen (C) soulsoap @flickr via @photopin

Seit 2005 gab es für schwer mehrfachbehinderte Menschen kaum eine Möglichkeit in Berlin, sich zahnärztlich behandeln zu lassen. Betroffene und Angehörige hatten nicht aufgehört, das zu beklagen. Ambulante Narkoseärzte, wie sie in den Zahnarztpraxen arbeiten, lehnen eine notwendige Vollnarkose wegen des hohen Risikos oft ab – oft liegen geistige Behinderungen oder zum Beispiel Herzfehler oder Nierenerkrankungen vor.

Im Berlin Vivantes Klinikum Neukölln ist nun eine stationäre Aufnahme für ein bis zwei Tage möglich. Die Möglichkeit einer stationären Aufnahme gab es bisher nicht. Das Land Berlin hat dem Klinikum Neukölln dafür zwei zusätzliche Betten bewilligt. Die Begleitung durch Pflegende oder Angehörige sei „unbedingt gewollt“, sagte Matthias Viehoff, Facharzt für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie, der Leiter.

Presseerklärung zur Eröffnung (pdf 230 KB)

Flyer des Zentrums (pdf 2,53 MB) [Achtung: die angegebene E-Mail-Adresse ist noch ein Dummy.]

Vivantes Klinikum Neukölln
Zentrum für die zahnärztliche und kieferchirurgische
Behandlung von Menschen mit Behinderung
Rudower Str. 48
12351 Berlin

Tel. 030 / 130 14 2045
Fax 030 / 130 14 3543

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