Beratungskonzept NESSt

Verschiedene Publikationen thematisieren und bestätigen den Beratungs- und Unterstützungsbedarf von Familien mit betreuungs- und versorgungsintensiven Kindern. Hauptkritikpunkt der Familien ist, dass es bisher keine Lösung zur Überwindung der Trennung zwischen den verschiedenen Rechtskreisen gibt und eine ganzheitliche Beratung nicht stattfindet/stattfinden kann. Vor über zwei Jahren hatten wir die Forderungen der Eltern in einer Petition zusammengefasst.

Eine Lösung ist bisher nicht gefunden. Es gibt zwar Konzepte, die sich mit Beratung und Unterstützung in einzelnen Kontexten (z.B. Schwerbehinderung, Pflegeberatung, Hilfsmittelberatung) befassen. Ein Konzept, das dem von den Familien beschriebenen Bedarf und der gewünschten Beratung in Form einer zentralen Lotsenstelle entspricht, gibt es nach unserer Kenntnis nicht.

Wir wären nicht die Selbsthilfe, wenn wir uns nicht selbst zu helfen wüssten! Und so haben wir ein eigenes Konzept entwickelt, das die Idealstandards für eine familienorientierte niedrigschwellige Beratung und Unterstützung aus Sicht der Elternselbsthilfe beschreibt. Das Konzept (PDF 35,3 MB) beschreibt die Haltung und stellt den Maßstab unserer eigenen Beratungsarbeit dar.

Anderen Selbsthilfegruppen, die bereits eigene Beratungsangebote haben oder sich mit dem Gedanken tragen, solche anzubieten, und „professionellen“ Fachberatungsstellen, die ihre Angebote im Sinne eines Empowerments der betroffenen Familien selbsthilfefreundlicher für Ratsuchende gestalten wollen, stellen wir es gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Lob und Kritik und danken der AOK Nordost für die Förderung.

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