Petition fordert Erhalt der Kinderkrankenpflege

Die Krankenschwester und Lehrerin für Pflegeberufe Monika Otte hat eine Petition zum Erhalt des eigenständigen Berufsbildes der Gesundheit- und Kinderkrankenpflege beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht. Für den Fall, dass die sogenannte generalistische Pflegeausbildung per Gesetz beschlossen werden sollte, fordert sie die Möglichkeit einer ausreichenden Spezialisierung für die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, wie sie aktuell Standard ist, und eine gesicherte Finanzierung der spezialisierten Weiterbildung.

Die spezialisierte Kinderkrankenpflege wird gebraucht

Die spezialisierte Kinderkrankenpflege wird gebraucht.

Damit im Bundestag öffentlich über die Forderung diskutiert wird, werden zunächst 50.000 Unterschriften bis zum 25. Januar 2016 benötigt. Um dieses Vorhaben zu unterstützen, kann die Petition

oder

  • auf Unterschriftenlisten

mitgezeichnet werden.

Die Unterschriftenlisten können als PDF (97 KB) heruntergeladen werden. Die unterschriebenen Listen müssen bis spätestens 25.01.2016 im Original an den Petitionsausschuss gesendet (Deutscher Bundestag – Petitionsausschuss -, Platz der Republik 1, 11011 Berlin) oder gefaxt (030 / 227 360 27) werden.

Die Petition darf pro Person nur einmal (elektronisch oder auf der Unterschriftenliste) unterstützt werden.

Wortlaut der Petition.pdf

Interview mit Monika Otte zu ihren Beweggründen

 

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3 Antworten auf Petition fordert Erhalt der Kinderkrankenpflege

  1. Wolf-Dietrich Trenner sagt:

    Sehr unglücklich macht es mich, dass sich ein Elternverband in dieser Frage für die Erhaltung eines bestimmten Berufs einspannen, aus meiner Sicht „missbrauchen“, lässt. Eine Lehrerin für Kinderkrankenpflege, über deren eigene Qualifikation man nur erfährt, dass sie 25 Jahre im Beruf sei, davon 5 Jahre kranke Kinder gepflegt habe (wenn sie berufsbegleitend Lehrerin wurde, ansonsten noch weniger) will ihren Beruf erhalten. Das ist schön, das ist verständlich.

    Für die gesellschaftliche Aufgabe der Pflege insgesamt hat sie kein gutes Wort, verbreitet vielmehr, dass eine gute Pflegeplanung von allen anderen Pflegeberufen nicht gemacht werden könne, das könnten nur Angehörige ihres Berufs. Speziell bei dieser unglaublich diskriminierenden Aussage wird deutlich, dass sie von jeder anderen als Kinderkrankenpflege (mindestens) überhaupt keine Ahnung hat. Das könnte auch ein neutraler Leser ohne spezielle Kenntnis der Pflege feststellen.

    Mein Verband der Eltern taubblinder Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen begrüßt die Absicht der Bundesregierung. Wir unterstellen nicht, dass die noch fehlenden Vorschriften (Ausbildung und Prüfungsordnung) zu Lasten irgendeiner Teilqualifikation gehen. Wir sind überzeugt, dass der Weg der Pflege in der ganzen Welt Vorbild für uns in Deutschland sein kann und muss. Die Petentin soll aus unserer Sicht mal vom Hohen Ross steigen: die Sterblichkeit speziell der extrem Frühgeborenen (VLBW) ist in Deutschland keinesfalls vorbildlich, eher ein Grund Änderungen in Medizin und Pflege umzusetzen.

    • Claudia sagt:

      Schade, dass der Ton so scharf gewält wurde. Wir fühlen uns in keiner Weise „missbraucht“ von der Petentin. Sie bringt zum Ausdruck, dass es Sorgen gibt, sowohl auf Seiten der Kinderkrankenpflege als auch auf Seiten der Eltern. Mittlerweile fürchten auch Vertreter/innen der Altenpflege eine Verwässerung, die dem eigentlichen Ziel, nämlich einer sach- und menschengerechten Versorgung zuwider läuft.

      Aber das Pflegeberufegesetz ist beschlossen und so bleibt zu hoffen, dass durch die Petition eine Sensibilität für die weitere Ausgestaltung des Gesetzes erreicht werden konnte.

      Wir hoffen dies zumindest sehr.

  2. Pingback: Zwei uns tangierende Petitionen werden am 11.04.16 beraten.

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