Mehr Aufmerksamkeit für den Rücken

Die ÄrzteZeitung vermeldete gestern die neuesten Erkenntnisse der Uni Mainz und dem daraus abgeleiteten Konzept zur Erhaltung der Rückengesundheit (KERs). Die zugrunde liegende Studie der Uni Mainz nahm zwar „nur“ die Pflegekräfte in den Fokus, aber pflegende Angehörige können ruhig einmal einen genaueren Blick auf das Thema werfen.

In knappen Worten ist zu sagen: passt auf Euren Rücken auf!

ständiges Heben und Tragen kann rückenschmerzen verursachen

pflegende Angehörige sollten gut auf ihren Rücken achtgeben

Wir haben in der Meldung der ÄrzteZeitung einfach das Wort „Pflegekräfte“ durch pflegende Angehörige ersetzt und schon liest sich die Meldung folgendermaßen:

Pflegende Angehörige haben besonders Schmerzen im Nacken und unteren Rücken, wenn sie psychisch stark beansprucht sind, oft Lasten von mehr als 20 Kilo bewegen und ihre Rückenmuskeln nicht gut trainieren.

Absolvierten die Studienteilnehmer Fortbildungen über rückengerechtes Arbeiten, Fitness sowie Stressmanagement und wendeten das Wissen an, hatten sie weniger Schmerzen als vor den Interventionen. Der Anteil der Personen ohne Schmerzen stieg deutlich.

Fazit der Wissenschaftler: spezifische Fortbildungsmaßnahmen wirken eindeutig präventiv und tragen wesentlich zum Wohlbefinden der pflegenden Angehörigen bei.

Euer eigenes Konzept zur Vermeidung bzw. Linderung von Rückenschmerzen sollte also in jedem Fall einen Pflegekurs vorsehen, der sich u.a. auch mit rückengerechtem Heben und Lagern beschäftigt. So ein Kurs ist übrigens kostenlos. Fragt dazu einfach bei Eurer Pflegekasse nach, wo und wann in Eurer Nähe ein Kurs angeboten wird und welche Pflegedienste Pflegekurse mit spezifischem „Kinder-Wissen“ aufwarten können.

Schafft Euch Auszeiten für sportliche Aktivitäten zur Verbesserung Eurer Fitness und Stärkung der Muskulatur. Die ein oder andere Kasse gibt für Präventionsangebote etwas dazu. Auch hierzu einfach mal nachfragen.

Fühlt mit der „Wünschelroute“ psychosoziale Belastungen auf. Die gehen nämlich auch gerne auf den Rücken. Nach dem Motto „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ ist das ein erster Schritt, um „Schmerzmacher“ auszuschalten.

Weitere Informationen der Johannes Gutenberg Universität Mainz

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