Mangelnde Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist teuer für Unternehmen

Die finanziellen Folgen mangelnder Vereinbarkeit von Beruf und Pflege betreffen nicht nur die pflegenden Angehörigen, sondern auch die Arbeitgeber. Pflegende Angehörige müssen häufig ihre Berufstätigkeit einschränken und verzichten damit ganz oder teilweise auf Einkommen. Arbeitgeber haben die Kosten zu tragen, die aufgrund der Doppelbelastung ihrer Arbeitnehmer zwischen Pflege und Beruf durch erhöhte Fehlzeiten, Krankschreibungen oder (vorübergehende) Berufsaufgaben entstehen.

Erstmals beziffert eine Studie des internationalen Forschungsprojektes „Carers@Work – Angehörige zwischen Beruf und Pflege“ im Auftrag der Volkswagen Stiftung die Kosten ungelöster Vereinbarkeitsprobleme. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass sie Unternehmen rund 19 Milliarden Euro jährlich kostet. Pro Arbeitnehmer mit Pflegeaufgaben entstehen demnach dem Arbeitgeber im Durchschnitt vermeidbare Mehrkosten von rund 14.000 Euro im Jahr. Mehrkosten, die sich einsparen ließen, fänden sich Arbeitszeitmodelle, die pflegenden Arbeitnehmern besser entgegen kommen.

Eine 90-seitige Expertise kann auf der Seite des Projektes unter
www.carersatwork.tu-dortmund.de/publikationen.php heruntergeladen werden.

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