Verhinderungspflege

Verhinderungspflege

  • Anspruchsgrundlage ist SGB XI, § 39
  • Die Verhinderungspflege kann bei einer eingeschränkten Alltagskomptenz (§ 45a SGB XI) auch ohne Pflegestufe genutzt werden
  • pro Jahr 1.612,00 € für längstens sechs Wochen
  • Die Verhinderungspflege kann um den halben Betrag der Kurzzeitpflege bis auf 2.418 € aufgestockt werden, sofern die Kurzzeitpflege ansonsten nicht in Anspruch genommen wurde.
  • Der Anspruch entsteht erstmals, nachdem die Pflege mindestens sechs Monate erbracht worden ist.
  • Es müssen keine Voraussetzungen bezüglich des Ortes der Leistungserbringung oder der Qualifikation der Betreuungsperson erfüllt sein. Das bedeutet, die Pflege kann beispielsweise durch eine Studentin zu Hause organisiert werden.
  • Die stundenweise Inanspruchnahme ist möglich. Bei einer Inanspruchnahme von weniger als acht Stunden täglich wird das Pflegegeld nicht gekürzt.
  • Nicht aufgebrauchte Leistungen eines Jahres verfallen.
  • Der Anspruch auf Verhinderungspflege kann ebenfalls für die Pflege in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung eingesetzt werden. Wenn die Verhinderungspflege stationär erbracht wird, sind die Kosten für Unterkunft und Verpflegung, Zusatzleistungen sowie Investitionskosten selbst zu tragen.
  • Zur eigenen Berechnung noch nicht verbrauchter Verhinderungspflege können Sie unseren Entlastungspflege-Rechner (Stand: 2016, xlsx 26 KB) nutzen. Als xls-Datei steht er auf unsere Download-Seite zur Verfügung.

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