Erschwernisfaktoren

Bestimmte Faktoren können die Pflege erschweren und sollten bei der Begutachtung und Einstufung genannt und berücksichtigt werden. „Erschwerend“ ist nicht nur im Sinne von schwer (Gewicht, Kraft) zu verstehen, sondern auch im Sinne von zeitlichem (Mehr)Aufwand, den bestimmte körperliche oder geistige Einschränkungen oder individuelle Verhaltensweisen nach sich ziehen.

Erschwerend kann zum Beispiel eine eingeschränkte Beweglichkeit aufgrund von Spastiken, Lähmungen oder Gelenkversteifungen sein. Eine verminderte Seh- und Hörfähigkeit bedeuten in der Regel, dass einzelne Verrichtungen länger dauern. Eine eingeschränkte körperliche Belastbarkeit, wie zum Beispiel Atemstörungen oder starke nicht behandelbare Schmerzen können dazu führen, dass während des Pflegeprozesses Erholungspausen eingelegt werden müssen.

Zu den Faktoren, die die Pflege erschweren können, zählen auch noch:

  • ein erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung aufgrund einer Einschränkung der altersentsprechenden Alltagskompetenz
  • fehlende oder geringe Muskelspannung
  • Fehlstellungen der Exxtremitäten
  • einschießende unkontrollierte Bewegungen
  • Abwehrverhalten oder uneinsichtiges oder agressives Verhalten
  • nächtlicher Pflegeeinsatz
  • zeitaufwendiger Hilfsmitteleinsatz, wie z.B. ein Deckenlifter
  • beengte Wohnverhältnisse – gerade, wenn der Einsatz von Hilfsmitteln notwendig ist

Eher selten wird es vorkommen, dass bei Kindern ein Körpergewicht von über 80 Kilogramm die Pflege erschweren.

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