Antrag an die Pflegekasse

  • Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind Hilfeleistungen benötigt, die deutlich über dem Hilfebedarf eines gesunden gleichaltrigen Kindes liegen, sollten Sie die Einstufung in eine Pflegestufe bei der Pflegekasse beantragen.
  • Auch wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Kind die Voraussetzungen für eine andere (höhere) Pflegestufe erfüllt, empfiehlt sich ein Antrag.
  • Der Antrag ist schriftlich zu stellen und kann formlos erfolgen. Es reicht schon der Satz: „Ich stelle einen Antrag auf Feststellung der Pflegebedürftigkeit“.
  • Einzelne Kassen haben eigene Antragsformulare entwickelt, die Ihnen die Antragstellung erleichtern sollen. Fragen Sie am besten bei Ihrer Kasse nach.
  • Die Pflegekasse ist in der Regel über die Krankenversicherung des Kindes (versicherter Elternteil) zu erreichen.
  • Die Prüfung ist kostenfrei.
  • Auf den Antrag hin beauftragt die Pflegekasse einen Medizinischen Dienst (MDK) mit der Prüfung.
  • Bei der Prüfung (bei gesetzlich Versicherten) orientiert sich der MDK an den Begutachtungsrichtlinien (pdf 2,10 MB) des GKV Spitzenverbandes.
  • Der MDK kündigt sich mitunter sehr kurzfristig für einen Besuch an.
  • Es ist sinnvoll sich bereits bei Antragstellung, spätestens jedoch vor dem MDK-Besuch Notizen zu den individuellen Hilfeleistungen zu machen, die das Kind benötigt. Am leichtestens gelingt das durch das Führen eines Pflegetagebuchs.
  • Der MDK ist im Rahmen der Begutachtung auch verpflichtet, Pflegebedürftige und Angehörige individuell zu beraten.
  • Das Ergebnis der Begutachtung teilt Ihnen die Pflegekasse mit. Wenn sie mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, können Sie Widerspruch einlegen.
  • Sie haben ein Recht darauf, das MDK-Gutachten einzusehen. Einige Kassen übersenden von sich aus eine Kopie ds Gutachtens.
  • Die Pflegekassen sind verpflichtet, spätestens nach fünf Wochen die Entscheidung schriftlich mitzuteilen (§ 18 (3) SGB XI).

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