Kein Anspruch auf Speedy-Tandem für schwerbehindertes Kind

Das Hessische Landessozialgericht hat in seinem Urteil vom 28.06.2012 entschieden, dass Fahrräder, die als Zuggerät an einen Rollstuhl gekoppelt werden, keine geeigneten Hilfsmittel sind, um die Teilhabe oder medizinische Rehabilitation eines schwerbehinderten Kindes zu gewährleisten. Das Kind hat daher keinen Anspruch auf Versorgung durch die Krankenkasse.

Da das Kind zur Fortbewegung auf einen Rollstuhl angewiesen ist, den es aufgrund seiner Behinderung nicht selbstständig fahren kann, sei auch eine eigenständige Fortbewegung mit dem Hilfsmittel nicht möglich. Somit entfällt eine Verpflichtung der Krankenkasse, die Kosten zu übernehmen.

Hessisches Landessozialgericht, L 1 KR 100/10

 

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