Schlechte Versorgung von jungen Schmerzpatienten

Viel zu lange dauert es, bis Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen die richtige Behandlung erfahren und viel junge Schmerzpatienten erhalten eine falsche Schmerztherapie – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Kinderschmerzzentrums (DKSZ) in Datteln.

Foto: Techniker Krankenkasse

Unbehandelt können chronische Schmerzen den Alltag und die Lebensqualität der betroffenen Kinder und Jugendlichen erheblich beeinträchtigen: hohe Ausfallzeiten verschlechtern das Lernen und die Teilhabe und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen Entwicklungsstörung.

In der Studie mit 2.249 Kindern und Jugendlichen waren mehr weibliche Patienten (60 %) von chronischen Schmerzen betroffen und 43 % berichteten von täglichen oder dauerhafte Schmerzen. Die meisten Kinder hatten Kopfschmerzen (70 %), gefolgt von Bauchschmerzen und Schmerzen des Bewegungsapparates.

Mit zunehmendem Alter der Patienten steigt die Dauer zwischen Schmerzbeginn und dem Aufsuchen eines Spezialisten. Bei 15-Jährigen vergingen so im Durchschnitt etwa vier Jahre bis zum Besuch im DKSZ.

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