Eltern wissen zu wenig über Entlastungsangebote

Für die rund zwei Millionen Kinder mit Behinderung oder einer chronischen Erkrankung in Deutschland gibt es zahlreiche Unterstützungsangebote. Das Problem: Zu wenige Eltern wissen davon. Das zeigen die Ergebnisse der bisher größten Befragung unter fast 1.600 betroffenen Familien im Auftrag des Kindernetzwerkes. Demnach haben rund 78 Prozent der Eltern keine Kenntnis über bestehende Maßnahmen zur Familienentlastung. Leistungen zur Frühförderung sind ebenfalls nur bei einem Drittel der Befragten bekannt.

Broschüre Familie im Fokus Ergebnisse 2014

„Die Studie macht deutlich, dass es ein großes Beratungs- und Informationsdefizit gibt. Diese Lücke muss geschlossen werden“, betonte Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbandes, im Rahmen der Selbsthilfetagung „Familie im Fokus“ der AOK am 12.12.2o14 in Berlin. Der Befragung zufolge sind Klinikärzte (47 Prozent), Selbsthilfegruppen (34 Prozent) und Ärzte bzw. Therapeuten (28 Prozent) die ersten Anlaufstellen für Eltern von chronisch kranken oder behinderten Kindern. An die Kranken- und Pflegekassen wenden sich nur vier Prozent. Deh sprach sich deshalb für eine stärkere Vernetzung der beteiligten Akteure aus.

Die Ergebnisse der Kindernetzwerk-Studie 2013/2014 werden in der Broschüre mit dem Titel „Familie im Fokus – Die Lebens- und Versorgungssituation von Familien mit chronisch kranken und behinderten Kindern in Deutschland“ zusammen gefasst.

Die Broschüre kann kostenfrei bezogen werden, lediglich Versandkosten werden in Rechnung gestellt. Bestellmöglichkeit: Kindernetzwerk e.V., Hanauer Str. 8, 63739 Aschaffenburg, Tel.: 06021 / 120 30, E-Mail: info@kindernetzwerk.de.

Broschüre zum Download (pdf 2,3 MB)

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