Beförderungsregelungen für Rollstühle mit Sonderanfertigungen

Aufgrund vielseitiger Anfragen zur Beförderung von Rollstühlen hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit Schreiben vom 04.09.2012 gegenüber dem Deutschen Behindertenrat Aussagen bzw. eine vorläufige Festlegung der Ausnahmereglung für die Beförderung von Rollstühlen mit Sonderanfertigungen getroffen.

Die Beförderung von Menschen in Rollstühlen mit Sonderanfertigungen ist nicht immer einfach (c) reinedelas@flickr via photopin

Die Beförderung von Menschen in Rollstühlen mit Sonderanfertigungen ist nicht immer einfach (c) reinedelas@flickr via photopin

Als Information für Eltern und Transportunternehmen gilt aktuell:

  • Rollstuhlfahrer sollten während der Beförderung in Kraftfahrzeugen nur dann im Rollstuhl sitzen bleiben, wenn ein Wechsel auf einen fahrzeugeigenen Sitz nicht möglich ist oder eine Gefährdung des Fahrzeugpersonals oder anderer Insassen besteht.
  • Wenn Rollstühle als Fahrzeugsitz genutzt werden sollen, benötigen sie eine Freigabe des Herstellers nach DIN EN 12183 und 12184. Zudem ist zur Sicherung des Rollstuhls eine Rückhaltesystem nach DIN 75078-2 zu verwenden.
  • Ein für den Nutzer individuell angepasster Rollstuhl (z.B. Sitzschale oder Steuerung) sollten mindestens in seiner Grundkonfiguration den vorgenannten Normen entsprechen.
  • Kann das vorgeschrieben Rückhaltesystem (s.o.) nicht verwendet werden, ist der Rollstuhl bestmöglich anderweitig zu sichern. Vorzugsweise sind das dann für den jeweiligen Rollstuhlnutzer individuell gefertigte Systeme, die der EG-Richtlinie 93/42/EWG entsprechen.

Das komplette Schreiben (pdf 93,5 KB)

Eine Anpassung und Änderung der gesetzlichen Regelungen ist vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geplant.

Dieser Beitrag wurde unter Alles, Fundstücke, Nachrichten abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.